Stellungnahme des SAZ-Vorstandes zum Artikel von Günter Cornett "SAZ contra Presse- und Meinungsfreiheit" (www.spieleautorenseite.de)
Im Februar 2007 hat es in einer öffentlichen Verwaltungsratssitzung eine Abstimmung über eine Abmahnung gegen Günter Cornett gegeben. Die Abstimmung wurde jedoch nie zu einem Beschluss, da sich die Teilnehmer der Sitzung anschließend darauf einigten, dass ein Gespräch mit Günter Cornett geführt werden solle.
Eine Abmahnung ist ein im Vereinsrecht verankertes demokratisches Recht, zu dem es keines konkreten Grundes bedarf. Hierzu reicht die Begründung "vereinsschädigendes Verhalten" aus. Somit war auch für den Beschluss, auf eine Abmahnung zu verzichten, nicht ausschlaggebend, dass es keine konkreten Gründe gebe, wie Günter Cornett behauptet, sondern, dass die an der Sitzung beteiligten der Meinung waren, mit einem Gespräch strittige Punkte klären zu können.
Dass der Vorstand Hoffnung auf eine Zusammenarbeit hatte, zeigt die Tatsache, dass er Günter Cornett gefragt hat, ob er wieder die Funktion des Webmasters übernehmen wolle, was Günter sofort annahm.
Gleichwohl kann und will der Vorstand Günter Cornetts Forderung nach einer öffentlichen Entschuldigung für die "Abmahn-Abstimmung" nicht nachkommen. Der Vorstand respektiert die Meinung aller Mitglieder, ob sie nun für oder gegen eine Abmahnung gestimmt haben.
Der Vorstand bedauert, dass Günter Cornett zu der "Abmahn-Abstimmung" zu einem Zeitpunkt an die öffentlichkeit geht, wo sein Wissensstand auf einem Niveau ist, dass er darüber nur verfälschend berichten kann. Um Günter Cornett die Gelegenheit zu einem Gespräch zu geben, hatte der Vorstand im August beschlossen, eine so genannte Große Runde in Essen einzuberufen. Dort sollte die Zusammenarbeit mit dem AK Medienpreis, die mögliche Fortsetzung der Arbeit als Webmaster besprochen werden sowie die Möglichkeit bestehen, über zurück liegende Streitigkeiten zu sprechen.
Der Vorstand hatte, um dieses Gespräch nicht vorzeitig zu belasten, darum gebeten, dass sich die Beteiligten mit einseitigen Versionen bis zu diesem Gespräch zurück halten.
Der Vorstand bedauert, dass Günter Cornett nun den Streit zu einer öffentlichen Auseinandersetzung machen will und damit eine Lösung der Streitpunkte in die Ferne rückt.
Richtig ist in Günter Cornetts Bericht, dass der Vorstand eine Impressumsänderung beschlossen hat, da der Vorstand grundsätzlich der Meinung ist, dass nicht der Webmaster, sondern der Vorstand rechtlich für alle Publikationen eines Vereins verantwortlich sein müsse. Der Vorstand bedauert, dass Günter Cornett in seinem Bericht verschweigt, dass er selbst aus freien Stücken daraufhin sofort sein Amt als Webmaster aufgekündigt hat und damit der Eindruck entsteht, dass der Vorstand ihm dieses Amt entzogen habe.
Der Vorstand wird sich aus der Debatte, die Günter Cornett offensichtlich anstrebt, weitgehend zurück halten, da er diese Debatte erstens als schädlich für die SAZ ansieht und zweitens um die Persönlichkeitsrechte aller Beteiligten zu schützen.
Der Vorstand befürchtet, dass die von Günter Cornett angestrebte Debatte ansonsten ausufert, die weder für die SAZ noch für Günter Corenett dienlich wäre.
Der Vorstand wird sich auch an einer Debatte über Presse- und Meinungsfreiheit nicht beteiligen, da Günter Cornetts Berichterstattung nicht frei und unabhängig ist. Die Aufgabe der freien Presse besteht darin, objektiv und unabhängig zu berichten. Daher ist es ein ehernes Gesetz, dass ein Journalist niemals in eigener Sache berichtet. Günters Recht auf Meinungsfreiheit sei unbenommen. Da es jedoch ausschließlich um - für die öffentlichkeit wenig ergiebige und schwer nachvollziehbare - interne Streitigkeiten und Strukturprobleme geht, hält der Vorstand eine interne Klärung, zu der er jederzeit bereit war und diese Bereitschaft auch Günter mitgeteilt hat, für besser und effektiver.